erstellt von Peter Rauscher
Alaun
Kristallisiertes Doppelsalz aus Kalium und Aluminium. Verwendung: Färben von Stoffen und Gerberei.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Alaun (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Alaune (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Alaunleder
Mit Hilfe von Alaun weißgegerbtes Leder. Siehe „Leder (weiß)“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leder (öffnet in einem neuen Fenster)“; Johann Christoph Adelung, Versuch eines vollständigen grammatisch-kritischen Wörterbuches Der Hochdeutschen Mundart [...], 1. Teil (2. Aufl. Leipzig 1793) 195.
Angster
Bauchige Flasche bzw. Trinkgefäß mit gedrehtem Hals.
Literatur: wikipedia, „Angster (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Anis
Früchte der Anispflanze. Gewürz.
Apothekerwaren
Siehe „Drogen“.
Arbes
Erbsen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Erbse (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Arsen
Gift und Färbemittel.
Arzneiware
Quelle: Artzney, Arzneywahr.
Siehe „Drogen“.
Augengläser
Brille.
Aurum Pigmentum
Schwefelarsen. Gelbes/rotes Rauschgelb, rotes Operment. Bestandteil von Malerfarbe (rot).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Operment (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Rauschgelb (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bänder
Schmale Gewebe zur Verzierung von Kleidung und anderen Textilien.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Band (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Barchent
Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Barchent (öffnet in einem neuen Fenster)“; Historisches Lexikon der Schweiz, „Barchent (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Baumöl
Olivenöl.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Öhlbaum (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Baumwolle
Geschlagene Baumwolle: Baumwolle wird „in der Levante mit dem Fachbogen geschlagen, da sie hingegen in Europa gekrempelt zu werden pflegt“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Baum=Wolle (öffnet in einem neuen Fenster)“ (Zitat ebd.).
Baumwollwaren
Produkte aus Baumwolle.
Baye
Bestimmte Art von Wollstoff.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Baye (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Berchtesgadener Ware
Holzwaren (Löffel, Schachteln, Spinnräder, Teller, Spielwaren etc.) aus Berchtesgaden. Siehe auch „Nürnberger Ware“.
Literatur: Max Spindler (Begr.)–Andreas Kraus (Hg.)–Dieter Albrecht (Mitarb.), Das alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (2. Aufl. München 1988) 794;
„Berchtesgadener Handwerkskunst (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bergamotte(n)/Bergamottenbirnen
Hybride Zitruspflanzen. Verwendung v.a. als Duftstoff.
Berggrün
Chrysokoll(a). Kupferhaltiges Mineral. Färbemittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Grün d. (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Chrysokoll (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Beten
Quelle: petten, pethen.
Siehe „Betenware“.
Betenware
Quelle: pethenwahr.
Devotionalien (Rosenkränze, Kruzifixe etc.).
Literatur: Ferdinand Opll, Markt im alten Wien, in: Wiener Geschichtsblätter 34 (1979) 49–73, hier 55, 58; Leopold Ziller, Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Erg.-Bd. 7, Salzburg 1979) 34.
Bettzeug
Quelle: pöthzeug.
Wahrscheinlich Stoffe für den Bezug von Decken bzw. Betten.
Beuteltuch
Leinwand verwendet zum Sieben. In den Quellen wird die genauere Beschaffenheit der Ware und damit auch deren Verwendungszweck nicht angegeben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Beutel=Tuch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Biberhaar
Haare des Biberfells.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Biber=Haar (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bierpfanne
Würzepfanne, Sudpfanne, Braukessel. Behältnis zum Kochen der Würze beim Bierbrauen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bier=Brauen (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Würzepfanne (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bilder
Bilderwaren
Unspezifische Bilder (Kupferstiche, Gemälde etc.), die auf den europäischen Märkten gehandelt wurden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bild (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bimsstein
Poröses Vulkangestein. Verwendet zum Putzen von Pergament oder Elfenbein, zum Polieren von Steinen, Metall und Gläsern oder auch zum Zähneputzen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pimsstein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Birnen
Früchte des Birnbaums.
Biskotte(n)
Löffelbiskuit.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zuckerbrod (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Blaue Farbe
Hergestellt auf Basis von Waid oder Kobalt.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Blaue Farbe aus dem Gewächsreiche (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Blaue Farbe aus dem Mineralreiche (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Blauholz
Lignum campechianum. Holz des Blutholzbaums (Blauholzbaum, Campechebaum). Verwendet zum Färben (braunrot, violett, gelbrot) und zur Tintenherstellung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Campeche=Holz (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Blauholz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Blech
Dünn gehämmertes Metall.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Blech (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Blech (ledig)
Unverpacktes Blech. Siehe „Blech“.
Literatur: Zur Bedeutung von „ledig“ für „unverpackt“ siehe z.B. Provinzial-Gesetzsammlung des Königreichs Böhmen für das Jahr 1839. Herausgegeben auf allerhöchsten Befehl, und unter der Aufsicht des k. k. böhmischen Landesguberniums, Bd. 21 (Prag 1840) 81.
Blei
Metall. Verwendung u.a. im Bauwesen und für die Herstellung von Rohren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Blei (öffnet in einem neuen Fenster)“ (Plumbum).
Bleihe
Brachse, Weißfisch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bleih (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bleiweiß
Bleicarbonat. Verwendet als Malfarbe, zur Glasherstellung und als Schminke.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bleiweiß,(Weißes) (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Bleiweiß (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bockhäute (Geißhäute)
Ziegenhäute.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Ziege (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bockshörndl
Siehe „Carobe“.
Bohrstange
Werkzeug zur Herstellung von Kanonen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kanone (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Borten
Unterschiedliche Schnüre (Tressen, Gallonen, Bänder, Spitzen) zum Einfassen von Hüten oder Kleidungsstücken.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Borten (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bortenschnur
Siehe „Borten“.
Bouteillen
Quelle: Budellen.
Enghalsige Flaschen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bouteille (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Branntwein
Weinbrand und andere Spirituosen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Brand=Wein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Brasilholz
Quelle: Prisil, Prisillholz.
Weitere Bezeichnungen: Lignum fernambuci, Fernambukholz. Hochwertiges Rotholz. Verwendet zum Färben (rot, mit Pottasche vermischt: blau).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fernambuck=Holz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Braukessel
Siehe „Bierpfanne“.
Braunrot
Erdfarbe, siehe „Ocker“. Verwendet u.a. zum Putzen von Spiegelgläsern und Metall.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Braunroth (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Ocher (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Braunstein
Magnesia vitriariorum. Manganerz. Verwendet in der Glasproduktion, zum Glasieren von Töpfereiwaren und Dachziegeln sowie zur Färbung von Email.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Braunstein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Breslauer Ballen
Bestimmte Art von Drillich/Leinengewebe.
Literatur: Pierer's Universal-Lexikon, Bd. 3 (Altenburg, 1857) 291 (öffnet in einem neuen Fenster).
Bricken
Quelle: Prüggen, Brückhen, Brüggen (Pl.).
Pricke/Bricke, Neunauge. Speisefisch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Lamprete (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Pricke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Brot
Buchbinderei
Siehe „Buchbinderware“.
Buchbinderware (Buchbinderei)
Produkte eines Buchbinders und Futteralmachers.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Buchbinder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Buchführerei
Bücher, Waren eines Buchführers (Verkäufers von Buchwaren auf Jahrmärkten und Messen).
Literatur: Pierer's Universal-Lexikon, Bd. 3 (Altenburg, 1857) 408-413, „Buchhandel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bücher
Büchsenstein
Feuerstein, Flintenstein. Zündhilfe für Steinschlosswaffen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Horn=Stein (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Feuerstein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Bürsten
Bürstenbinderware
Bürsten.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bürste (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Buntmacherei
Siehe „Buntmacherware“.
Buntmacherware
Pelzwaren, Waren eines Buntmachers (Kürschners).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kürschner (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Butter/Butter (gesalzen)
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Butter (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Cardis
Quelle: Catis, Cätis, Cartis.
Wollgewebe zum Unterfüttern von Kleidungsstücken.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Cardis (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Carobe
Johannisbrot. Frucht des Johannisbrotbaums (Bockshörndlbaums). Verwendung als Arzneimittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Johannis=Brod (öffnet in einem neuen Fenster)“; J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 91.
Cervelatwurst
Quelle: Zerfilätiwüerst.
Art Bratwurst aus besonders feiner Masse, geräuchert.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Cervelatwurst (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Corduan
Quelle: Cordabon, Cordawohn, Cortabon.
Feines Leder aus Ziegenfell.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Corduan (öffnet in einem neuen Fenster)“; Merck's Warenlexikon, „Korduan (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Corduanhäute
Quelle: Cardabonheüth, Cartawanheüth.
Siehe „Korduan“.
Decken
Deckhaut (Deckhäute, Deckleder)
Leder zum Abdecken von Waren.
Deckleder
Siehe „Deckhaut“.
Degenklinge
Klinge eines Degens (Hieb- und Stoßwaffe).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Degen=Klinge (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Dochtgarn
Lichtgarn. Garn zur Herstellung von Dochte für Kerzen bzw. Öl- oder Fettlampen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Docht (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Draht
Faden aus Metall.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Draht (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Drechslerwaren
Produkte eines Drechslers.
Drogen
Quelle: Troghe, Drogerey, Tragerey.
Apothekerwaren, Bestandteile für medizinische Produkte/Medikamente, evtl. auch Färbemittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Droguereyen (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Medicament (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Drogerie
Siehe „Drogen“.
Druckerpapier
Papier für den Buchdruck im Gegensatz z.B. zu Schreibpapier.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Papier (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Eisen
Ferrum.
Eisenwaren
Produkte aus Eisen.
Engelsaat
Gewebe, Art Rasch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Engelsat (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Englischleder
Bestimmte Arten von Kalbsleder.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kalb (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Engster
Variante, Quellenbezeichnung: Angster. Trinkgefäß.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Engster (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Enzian
Enzianwurzen, Enzianwurzel, Bitterwurzel, Gentiana. Verwendet in der Medizin.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Enzian (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Enzianwurzen
Siehe „Enzian“.
Erde
Siehe „Erde (gelb)“ und „Erde (rot)“.
Erde (gelb)
Ocker. Erdfarben aus Brauneisenstein, Tonmineralien, Quarz und Kalk. Verwendet als Mal- und Gebäudefarbe oder als Arznei.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Ocher (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Ocker (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Erde (rote)
Ocker. Erdfarben aus Brauneisenstein, Tonmineralien, Quarz und Kalk. Verwendet als Mal- und Gebäudefarbe oder als Arznei.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Ocher (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Ocker (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Essig
Fäustlinge
Gemeint sind hier wohl Fausthandschuhe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fäustling (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Farben
Farbstoffe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Farbe=Materialien (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Farbholz
Hölzer, die zum Färben von Textilien gebraucht werden. Campeche-Holz (siehe „Blauholz“), Brasil-Holz (Prisil) oder Fernambuck-Holz.
Literatur: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen, „Färbeholz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Farbware
Siehe „Farben“.
Farbzeug
Siehe „Farben“.
Fastenspeise
Unterschiedliche Arten von Lebensmitteln, die während der Fastenzeit verzehrt werden dürfen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fasten (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fech
Pelzwaren aus (sibirischem) Eichhörnchen oder Mardern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fehe (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Fech (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Federn
Bettfedern.
Federweiß
Weißglänzende Mineralien, deren Oberfläche in federähnlichen Formen kristallisiert sind.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Feder=Weiß (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Feigen
Früchte des Feigenbaums (Ficus carica).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Feige (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fell
Quelle: Fell, Fehl, Feell.
Tierhaut.
Literatur: Johann Evangelist Kaindl, Die teutsche Sprache aus ihren Wurzen, Bd. 3 (Sulzbach 1823) 117f.; Grimm, Wörterbuch, „Fell (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fell (gearbeitet)
Fertig gegerbtes Fell. Siehe „Fell“.
Fell (rau)
Auf der Fleischseite aufgerautes Leder. Siehe „Fell“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rauhen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fenchel
Foeniculum vulgare. Gewürzpflanze.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fenchel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fisch
Fischbein
Hergestellt aus den Barten des Wals. Verwendet zur Stabilisierung von Korsetten, Reifröcken und anderen Kleidungsstücken oder Stiefeln.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fisch=Bein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fischl
Kleiner Fisch.
Fischschmalz
Ausgeschmolzenes Fischfett.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmalz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Flachfisch
Gewässerter Stockfisch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Flach=Fisch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Stockfischhandel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Flaschen
Flaumfedern
Quelle: Pflaum.
Daunen.
Fletseide
Wahrscheinlich Florettseide. Seide aus den äußeren Schichten des Kokons der Seidenraupe; mindere Qualität.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Floret=Seide (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fließpapier
Löschpapier zum Aufsaugen von Tinte.
Flintenstein
Siehe „Büchsenstein“.
Flor
Feines Gewebe aus Seide, Haar etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Flor (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fransen
Zusammengedrehte Zierfäden (auf Kleidungsstücken, Möbeln etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Franse (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Fruchtbaum
Obstbaum.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Frucht=Baum (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Früchte
Futterfell
Fell zum Füttern der Innenseite von Kleidungsstücken.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „1. Futter (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Futtertuch
Tuchartiges Gewebe (z.B. Flanell), das als Unterfutter für Kleidungsstücke verwendet wird.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Futter=Tuch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gallonen
Siehe „Borten“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Galonen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gallus
Gallapfel. Auf der Unterseite von Eichenblättern abgelegte Eier der Eichengallwespe. Verwendung beim Färben (schwarz, grau, braun) von Tuchen oder Leder, zur Tintenherstellung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gall=Apfel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Garn
Einfach gesponnener oder zusammengedrehter Faden aus unterschiedlichen Materialien.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Garn (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Garn (flämisch)
Hochwertiges Garn aus Flandern.
Literatur: Gottfried Christian Bohn, Waarenlager, oder Wörterbuch der Produkten= und Waarenkunde. Des wohlerfahrnen Kaufmanns zweyte Abtheilung. Neu ausgearbeitet von G. P. H. Norrmann, Bd. 1 (Hamburg 1805) 600.
Garn (rotes)
Roter Faden. Siehe „Garn“.
Garn (türkisches)
Roter Faden in hoher Qualität.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Türkisches Garn (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Garn (weißes)
Weißer Faden. Siehe „Garn“.
Geige
Musikinstrument.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Geige (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Geißhäute
Siehe "Bockhäute".
Geistliche Ware
Siehe „Kirchenzier“.
Gerste
Getreideart (Hordeum).
Literatur:Krünitz, Encyklopädie, „Gerste (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Geschirr
Gefäße.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Geschirr (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Geschirr (Brüderisches)
Hochwertiges Weißgeschirr/Majolika hergestellt von Mitgliedern der Religionsgemeinschaft der Täufer (Habaner). Seit 1697 mehrere Majolika-Werkstätten in Niederösterreich.
Literatur: Richard Bamberger-Franz Maier-Bruck (Hg.), Österreich Lexikon in zwei Bänden, Bd. 1 (Wien-München 1966) 451.
Geschirr (Hafner-)
Gefäße aus Ton.
Geschmeide (Gschmeidt)
Schmiedewaren.
Getreide
Gewandbesen
Besen zur Reinigung von Kleidung.
Literatur: Eucharius Ferdinand Christian Oertel, Grammatisches Wörterbuch der Deutschen Sprache [...], 1. Bd., 2. Abt.: F-K (3. Aufl. München 1837) 142.
Gewandschneiderei
Siehe „Gewandschnitt“.
Gewandschnitt
Variante: Gewandschneiderei.
Ellenweise ausgeschnittene Tuchware.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gewand=Schneider (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gewehre
Unklare Bedeutung: Hieb- oder Stichwaffen, Schusswaffen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Gewehr (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gilbholz
Gelbholz, Lignum flavum, gelbes Brasilienholz, Fustik. Holz des Maulbeerbaums, Färbemittel (gelb).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gelb=Holz (öffnet in einem neuen Fenster)“; Meyers Konversationslexikon, „Gelbholz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gilbspäne
Siehe „Gilbholz“.
Gipsstein
Gips, Calciumsulfat. Verwendet zum Bauen und Mauern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gyps (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gläser
Gläser (geschnitten)
Durch Gravuren verzierte Glaswaren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Glas=Schneiden (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Glas
Glasscheibe
V.a. Fensterglas.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Glas=Scheibe (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Glasscherben
Zerbrochenes, zum Recycling in die Glashütten geliefertes Glas.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Glas (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Glätte
Bleiglätte, Bleioxid, Lithargit, Massicotit. Verwendet zum Glasieren von Töpfereiwaren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Bley=Glätte (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Glocke
Kirchenglocke.
Glöckl
Kleine Glocke. Siehe „Glocke“.
Glückshafnerware
(Minderwertige) Ware zum Bestücken von „Glücksbuden“ (Warenlotterien, Losbuden).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Glücks=Bude (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Goller
Kragen oder Brustbekleidung; Koller.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „1. Koller (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Koller (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Grabstein
Granatäpfel
Früchte des Granatapfelbaums (Punica granatum).
Grüne Grundfarbe
Wahrscheinlich Chrysocolla nativa, Berggrün. Kupferhaltiges Mineral. Verwendet zur Herstellung von Farbe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Grün (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Grünspan
Kupferrost, Kupferacetat, Kupfersalz der Essigsäure. Verwendet zur Herstellung von Farben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Grünspan (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gürtel
Gummer
Quelle: Gumern (Pl.).
Gurke (Kürbisgewächs). Siehe „Umurken“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gurke (öffnet in einem neuen Fenster)“; zur Bedeutung von „Gummer“ siehe auch: Franz Patocka-Hermann Scheuringer, Fragebuch für die bairischen Mundarten in Österreich und Südtirol (4., völlig neu bearb. Fassung, Wien 1988) 31 „Gurke/Murke/Umurke/Gummer(er) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gut
Ware.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Gut, (das) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Gut (beschlagen)
In Baumwolle verpackte hochwertige Fernhandelswaren. Ursprünglich dürfte es sich um Venedigerware, insbesondere um teure Textilien und Gewürze, gehandelt haben. Im Laufe des 17. Jahrhunderts schränkte sich die Bezeichnung v.a. auf mit Gold oder Silber durchwirkte Stoffe ein, während die Gewürze zu den Spezereiwaren gerechnet wurden.
Literatur: Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 612; Herbert Klein, Beschlagenes Gut, in: Beiträge zur Siedlungs-, Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte von Salzburg. Gesammelte Aufsätze von Herbert Klein. Festschrift zum 65. Geburtstag von Herbert Klein (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Ergbd. 5, Salzburg 1965) 549–558.
Haar
a) Flachs, Lein.
Literatur: J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 165; Krünitz, Encyklopädie, „Haar (öffnet in einem neuen Fenster)“.
b) Menschliches Haar (für Perückenherstellung) oder tierisches Haar (Ziegen [sog. Kamelhaar aus der Türkei und Persien], Kanninchen und Biber [verwendet von Hutmachern], Ross- und Rehhaare [verwendet von Sattlern für Kissen und Matratzen].
Literatur: Johann Joachim Becher, Politischer Discurs [...] (Frankfurt/Main 1688) 132f.
Hafen (Messing)
Gefäß, Topf aus Messing.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „1. Hafen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hafersense
Spezialsense zum Mähen von Hafer.
Haftel
Haken und Ösen zum Befestigen von Kleidungsstücken bzw. bei Schnürschuhen zum Einhaken der Schnürsenkel.
Literatur: wikipedia, „Haftel (öffnet in einem neuen Fenster)“; J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 160; Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich, „Haftel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Halbgeorgette
Bestimmte Art von feinem Seidenstoff.
Halbrasch
Siehe „Rasch“.
Halbseide
Mischgewebe aus Seide und einer anderen Faser. Siehe auch „Halbgeorgette“.
Literatur: Stofflexikon, „Halbseide (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Handgranate
Hohle Kugel mit Sprengladung, Waffe.
Abbildung: Kunsthistorisches Museum Magdeburg, „Handgranate (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Granate (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Handkörbel
Korb mit Bügel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Korb, (Hand=) (öffnet in einem neuen Fenster)“, dort mit weiteren Hinweisen.
Handschuhe
Hanf
Cannabis. Verwendet zur Herstellung von Seilen, Garn oder Papier.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hanf (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hanfkoerner
Samen des Hanfs. Verwendet u.a. zur Ölproduktion.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hanf (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Harrasware
Stoff aus Harras (nach der Stadt Arras benanntes) Wollgewebe aus doppelfädigem gedrehten Garn aus einschüriger, gekämmter Wolle. Verwendet für Tapeten und Möbelbezüge.
Literatur: Franz Bastian, Glossen zum Mulichbuch von 1495, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 27 (1934) 28-39, hier 38 Anm. 1; Oliver Pfefferkorn (Bearb.), Frühneuhochdeutsches Wörterbuch 7/3 (Berlin-New York 2007) 1158 („harras“).
Haube
Kopfbedeckung, Mütze.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Haube (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hausen
Fisch: Großer Stör (Huso huso).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hausen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Haut
Fell großer Tiere (Ochsen, Kühe, Pferde).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Haut (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Haut (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Haut (gearbeitet)
Fertig gegerbte Tierhaut. Siehe „Haut“.
Haut (rau)
An der Fleischseite aufgerautes Leder. Siehe „Haut“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rauhen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hering
Seefisch (Clupea harengus).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Häring (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hirschgeweih
Quelle: Hirschweih.
Gehörn eines männlichen Hirsches. Verwendet als Griffe für Messer oder Schalen für Taschenmesser sowie im medizinischen Bereich und als Nahrungsmittelzusatz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hirsch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Hirsch=Horn (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hirschzunge
Quelle: Hirschenzunge.
Milzkraut, Streiffarm. Verwendet als Medizin.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hirsch=Zunge (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Milzkraut (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Holzwaren
Unterschiedliche Waren aus Holz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Holz=Waare (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Holzwerk
Siehe „Holzwaren“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Holz=Werk (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Honig
Hopfen
Dolden des Hopfens (Humulus lupulus). Bestandteil des Biers.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hopfen (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Echter Hopfen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hose
Kleidungsstück.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hose (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Hüte
Hufeisen
Hutstepperei
Quelle: Huetstöperey, Huettstöpperey.
Hutmacherware.
Literatur: J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 172.
Indigo
Intensiver blauer Farbstoff hergestellt aus der Indigopflanze (Indigofera). Verwendet zum Färben von Seide, Garn, Baumwolle, Wolle und Tüchern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Indig (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Ingwer
Wurzel des Zingiber officinale. Gewürz, Arzneimittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Ingber (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Jasminöl
Quelle: gelsuminöhl, Gesumien öhl.
Italienisch: gelsomino.
Verwendet als Medizin und Parfum.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Jasmin (öffnet in einem neuen Fenster)“; Frawen Isabellae Cortese verborgene vnd heimliche Künste vnd wunderwerck in der Alchimia [...] (Frankfurt/Main 1596) 257f (öffnet in einem neuen Fenster).
Juchten
Juchtenleder, Juchtenhäute. In Russland produzierters, auf bestimmte Art hergestelltes, meist rotgefärbtes aber auch weißes oder schwarzes Rindsleder unterschiedlicher Qualitätsstufen. Verwendet zur Herstellung von Schuhen und Stiefeln, Riemen, Sesselbezügen, Bucheinbänden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Juchten (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Juchten (schwarz)
Siehe „Juchten“.
Juchtenhäute
Siehe „Juchten“.
Kämme
Käppel
Kopfbedeckung, Mütze.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kappe (öffnet in einem neuen Fenster)“. Zu den „grünen Käppeln“ siehe Wilhelm Freiherr von Schröder, Schatz- und Rentkammer, Nebst Seinem nothwendigen Unterricht vom Goldmachen (Leipzig 1704) 67-69.
Käse
Käse (gemeiner)
Das Adjektiv „gemeiner“ hier im Sinne von „gewöhnlich“.
Käse (holländischer)
Käse aus Holland bzw. nach holländischer Art.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Käse (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Käse (Parmesan)
Italienischer Käse im Allgemeinen. Galt als geschmackvollster Käse.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Käse (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Käse (Tiroler)
Käse aus Tirol.
Kaffee
Kalbfell
Variante: Kalbshaut.
Fell eines Kalbes. Verwendet zur Herstellung von Kalbsleder oder Pergament.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kalb (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kalbfell (roh)
Unbearbeitetes Kalbfell.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rohe Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kalbshaut
Siehe „Kalbfell“.
Kalender
Kampfer
Bestandteil der Rinde und des Harzes des Kampferbaumes (Cinnamomum camphora). Verwendet als Arzneimittel und als Bestandteil von Feuerwerkskörpern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Campher (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kandis
Quelle: Candis, Candi.
Kandiszucker. Zuckerkristalle, die aus Zuckerlösungen gewonnen werden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zucker (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Kandis (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kandis (braun)
Brauner Kandiszucker. Siehe „Kandis“.
Kapern
Quelle: Capri, Gapri, Caprn.
Eingelegte Blütenknospen des Kapernstrauchs.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Kaper (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Kaper (öffnet in einem neuen Fenster)“; J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 135.
Kardätsche
Vor allem von den Tuchbereitern für das Rauen der Tuche verwendet. Dieses Werkzeug besteht entweder aus künstlichen Häkchen von Draht, oder aus natürlichen von Distelkolben. Siehe auch „Karden“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Kardetsche (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Karden
Quelle: Karten, Kartten.
Pflanzengattung der Kardengewächse, umgangssprachlich auch als Disteln bezeichnet. Getrocknet verwendet von Strumpfstrickern, Tuchscherern oder Barchentmachern zum Auflockern der Tuche, Wolle, Strümpfe etc. Siehe auch „Kardätsche“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Karden=Distel (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Karden (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Karden (öffnet in einem neuen Fenster)“; Ferdinand Opll, Markt im alten Wien, in: Wiener Geschichtsblätter 34 (1979) 49–73, hier 58.
Kastanien
Quelle: Kösten.
Nüsse der Edelkastanie. Gemahlen verwendet zum Brotbacken. In den Waag- und Niederlagsbüchern wird unterschieden zwischen „Kösten“, „Landkösten“, „Tiroler Kösten“ und „Welschen Kösten“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kastanie (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kattun
Quelle: Cardon.
Baumwollzeug.
Kehrbesen
Besen (aus Italien) zum Säubern von Kleidung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Besen (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Kehr=Besen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kernstange
Eiserne Stange, verwendet für den Kanonenguss.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Kern (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kerze
Wachslicht.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kerze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kessel
Tiefes metallisches Gefäß.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „3. Kessel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kienruß
Ruß aus Harz oder harzreichem Holz. Verwendet zum Färben, für Druckerschwärze, Tusche oder Schuhwichse.
Literatur: Pierer's Universal-Lexikon, Bd. 9 (Altenburg, 1860) 473, „Kienruß (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Kienruß (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kirchenware
Siehe „Kirchenzier“.
Kirchenzier
Quelle: Khürchen Zier.
Gegenstände zum Schmuck/zur Ausstattung von Kirchen bwz. der am Gottesdienst beteiligten Personen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kirchen=Schmuck (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Klampfererware
Ware eines Klampferers (Klempners, Flaschners, Blechschmieds).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Klempener (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kleider
Kleidungsstücke für Männer und Frauen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kleid (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kletzen
Dörrobst: Getrocknete Äpfel oder Birnen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Hutzel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Klingen
Schneiden, scharfe Teile von Schneidewerkzeugen bzw. Waffen (Sensen, Degen, Messer etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Klinge (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kneip
Quelle: Gneib.
Taschenmesser mit gebogener Klinge.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kneif (öffnet in einem neuen Fenster)“; Monika Fritz-Scheuplein-Almut König-Sabine Krämer-Neubert-Norbert Richard Wolf, Wörterbuch von Unterfranken. Eine lexikographische Bestandsaufnahme (2. Aufl. Würzburg 1997) 100.
Knöpfe
Knoppermehl
Gemahlene Knoppern.
Knoppern
Durch die Eichengallwespe hervorgerufene Wucherungen an Eichen, ähnlich dem Gallapfel. Verwendet zum Gerben und Färben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Knopper (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kölnisch
Dem Barchent ähnliches Gewebe mit blauen Streifen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Golsch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Konfekt
Kandiertes oder mit Zucker überzogenes Lebensmittel, Zuckerbäckerei.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Confect (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Korb
Geflochtener Tragebehälter.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Korb (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Koriander
Samen des Koriander (Coriandrum sativum). Verwendet zur Herstellung von Korianderöl, als Gewürz, als Duftmittel für Branntwein oder auch zum Vertreiben von Maulwürfen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Koriander (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Koschenille
Quelle: Cucenilia.
Varianten: Cochenille, Gutzenellen etc.
Roter, aus Schildläusen gewonnener Farbstoff (Karmin).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Cochenille (öffnet in einem neuen Fenster)“; Merck's Warenlexikon, „Kochenille (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kotzen
Sing. Kotze. Grobe Decke, gobes Tuch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kotze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Krämerei
Stückweise, im Einzelhandel verkaufte Waren unterschiedlicher Art.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kram (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Krämer (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Krämpel
1) Wollkämme, Kardätschen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Krämpel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
2) Krämpel=Kramm.
Kräuter
Gewürz-, Heilpflanzen.
Kreide
Sedimentgestein aus Kalk. Verwendet zum Schreiben und Zeichnen (auf Tafeln, Holz, gefärbtem Papier), zum Streichen von Wänden oder Türen, zum Düngen von Feldern, in gewerblichen Prozessen (z.B. Glasmacherei) oder in der Medizin.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kreide (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Krepp
Durchsichtiges, lockeres Gewebe v.a. aus Seide, aber auch aus Haar, Nesselgarnen oder Baumwolle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kreppe (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kreuzeisen
Kreuzförmiges Eisen. Verwendet im Kanonenguss oder in Kreuzrahmenfenstern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kreuz=Eisen (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Kanone (öffnet in einem neuen Fenster)“; Thomas Noky, Der Fensterbeschlag: Die Entwicklung in der Form und in der Technik. Die Beschläge der Fenster im sächsischen Wohnhaus von um 1600 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in: PaXclassic-Fachtagung Fenster im Baudenkmal. Zur Denkmal 2000. Tagungsbeiträge vom 25. und 26. Oktober 2000 (Berlin 2000) 29-75, hier 36f.
Kronrasch
Leichtes Wollgewebe, v.a. aus England.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kron=Rasch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Rasc“ (öffnet in einem neuen Fenster)"; Reinhard Heydenreuter-Wolfgang Pledl-Konrad Ackermann, Vom Abbrändler zum Zentgraf. Wörterbuch zur Landesgeschichte und Heimatforschung in Bayern (München 2009) 125.
Krügel
Kleiner Krug.
Krug
Gefäß.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Krug (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Krug (beschlagen)
Siehe „Krug“ bzw. „Gut (beschlagen)“.
Kruzifix
Kreuz mit dem Leib Jesu.
Kürschnerfutter
Fell-, Pelzfutter.
Kürschnerware
Pelzwaren, Waren eines Kürschners.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kürschner (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kuhhaut
Fell einer Kuh. Siehe „Haut“.
Kuhhaut (gearbeitet)
Siehe „Haut (gearbeitet)“.
Kuhhaut (rau)
Siehe „Haut (rau)“.
Kupfer
Literatur zum Kupferhandel u.a.: Hermann Kellenbenz (Hg.), Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650 (Köln–Wien 1977).
Kupfergeld
Aus Kupfer geschlagene Münzen von geringem Wert (Scheidemünzen).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kupfer=Geld (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Münze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kupferkessel
Siehe „Kessel“.
Kupferwasser
Kupferhaltiges Eisenvitriol. Färbemittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Vitriol (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Kurzwaren
Kleine Eisenwaren bzw. Nähzubehör (Knöpfe, Nadeln etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kurz (öffnet in einem neuen Fenster)“; Zedler, Universallexicon, Bd. 15, Sp. 2183, „Kurtze Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Lammfell
Fell eines Lamms, das mit oder ohne Wolle gehandelt wird. Verwendet zum Füttern von Kleidungsstücken oder als Handschuhleder.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Lamm (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Larve
Quelle: Larfen (Pl.).
Wohl im Sinne von „Masken“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Larve (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leder
Gegerbte Tierhaut.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leder (gearbeitet)
Gegerbtes Leder.
Leder (weiß)
Weißgerber Leder. Weiß (mit Hilfe von Alaun) gegerbtes Leder.
Leim
1. Klebestoffe aus tierischen (siehe „Leimleder“) oder pflanzlichen Stoffen. Verwendet von Tischlern, Papiermachern und anderen Handwerkern. 2. Im Oberdeutschen auch Lehm, klebrige, zähe Erdmasse aus Ton und feinen Sanden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leim (öffnet in einem neuen Fenster)“; Anja Lobenstein-Reichmann–Oskar Reichmann (Bearb.), Frühneuhochdeutsches Wörterbuch 9/1 (Berlin–Boston 1999–2013) Sp. 886–891.
Leimleder
Abfallprodukte im Gerbereiprozess, die zur Leimherstellung verwendet werden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leimleder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leinöl
Öl aus Leinsamen. Verwendet für Öllampen, zur Herstellung von Farben oder als Nahrungsmittel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leinöl (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leinwand
Leinen. Gewebe aus Leinen/Flachs.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leinwand (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leinwand (baumwollen, bedruckt)
Bedruckte Leinwand aus Baumwolle.
Leinwand (bedruckt)
Bedrucktes Gewebe aus Flachs. Siehe „Leinwand“.
Leinwand (Canvas)
Gewebe aus Flachs, Hanf oder Baumwolle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Canevaß (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leinwand (Cotton)
Leinwand aus Baumwolle.
Leinwand (gefärbt)
Siehe „Leinwand“.
Leinwand (roh)
Unverarbeitete Leinwand.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Roh (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Leinwand (rupfene)
Siehe „Rupfen“.
Leinwandschnitt
Für den Kleinhandel geschnittene Leinwand (Detailhandel). Siehe „Gewandschnitt“.
Literatur: Günther Dickel-Heino Speer (Bearb.), Deutsches Rechtswörterbuch. Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache, Bd. 8 (Weimar 1984-1991) Sp. 1190f.
Leuchter
Quelle: Leichter.
Kerzenständer.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leuchter (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Limone
Siehe „Zitrone“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Limonie (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Limonenschale
Quelle: Lemonischalln, Lemoni Schöller.
Schale der Zitrone. Siehe „Zitronenschale“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Limonienschalen (öffnet in einem neuen Fenster)“. Zu „Schölla“ siehe J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 250.
Loden
Grober Stoff aus Wollgewebe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Loden (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Löffel (Zinn)
Zinnbesteck.
Lorbeer
Wahrscheinlich sind hier die Früchte des Lorbeerbaums (Laurus nobilis) gemeint im Unterschied zu den Lorbeerblättern. Aus ihnen wurde Lorbeeröl (Loröl) hergestellt, das im medizinischen Bereich verwendet wurde.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Lorber (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Lorbeerblätter
Blätter des Lorbeerbaus (Laurus nobilis). Verwendet als Gewürz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Lorber (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Lotsenfisch
Quelle: Lotzen.
Pilotfisch, Makrele.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Makrele (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Lunte
Gedrehter Strick mit dessen Hilfe Musketen oder Geschütze gezündet werden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Lunte (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Malerei
Wahrscheinlich Gemälde.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Mahlerey (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Mandeln
Früchte des Mandelbaums.
Materialien
Sammelbegriff für Drogeriewaren (Grundstoffe für Arzneimittel), Räucherwerk, Farben und Gewürze. Z.B.: Horn, Tropenholz, Perlmutt, Alaun, Vitriol, Salpeter, Pulver, Schwefel, Wachs, Tabak etc. Der Handel mit Materialwaren war eine Domäne der Händler aus den Karnischen Alpen mit dem Zentrum Tolmezzo („Schönfeld in Friaul“). Siehe dazu den Beitrag von Klein.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Material=Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“; Johann Joachim Becher, Politischer Discurs [...] (Frankfurt/Main 1688) 162f.; Herbert Klein, Carnische „Materialisten“ im Salzburgischen, in: Beiträge zur Siedlungs-, Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte von Salzburg. Gesammelte Aufsätze von Herbert Klein. Festschrift zum 65. Geburtstag von Herbert Klein (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Ergbd. 5, Salzburg 1965) 585–598.
Materialwaren
Siehe „Materialien“.
Matratze
Quelle: Materazen (Pl.).
Bettunterlage, Schlafpolster. Gewöhnlich mit Rosshaar oder Stroh gefüllt.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Matratze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Meerfisch
Quelle: Merfisch.
Salzwasserfisch.
Mennig
Rote Bleiasche, Farbe. Zentrum des deutschen Mennighandels war Nürnberg.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Mennig (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Mesalon
Minderwertiger Stoff aus Baumwolle und Leinen. Österreichisch siehe auch „Masselan“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Meselan (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Messer
Messgewand
Liturgisches Gewand (Kasel).
Literatur: wikipedia, „Kasel (Gewand) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Messing
Legierung aus Kupfer und Zink. Verwendet zur Herstellung von Draht, Blech, Geschützen u.a.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Messing (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Messing (ausgearbeitet)
Siehe „Messing“. In der Regel mit dem „Grabstichel (öffnet in einem neuen Fenster)“/„Stichel (öffnet in einem neuen Fenster)“ bearbeitetes Messing.
Literatur: Johann Heinrich Campe, Wörterbuch der Deutschen Sprache, 1. Teil (Braunschweig 1807) 287.
Metall
Metall (geläutert)
Durch Erhitzen von der Schlacke befreites, gereinigtes Metall.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Läutern (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Metall (ungeläutert)
Siehe „Metall (geläutert)“.
Metridat (Mithridat)
Quelle: Medritat, Mettritat.
Arzneimittel auf Kräuterbasis. Siehe auch „Theriak“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Mithridat (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Mobilien
Möbel, Hausrat oder Hausgerätschaften.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Mobilien (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Model
Gießform, Form oder Schablonen, wie sie für den Stoffdruck verwendet wurden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „3. Model (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Muskat
Quelle: Muscat, Muscato.
Bemerkungen: Es könnte sich hier sowohl um Muskatblüten (Siehe "Muskatblüten") als auch um Muskatwein handeln.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Muskateller (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Muskatblüte
Blüte des Muskatnussbaums, siehe „Muskatnuss“, Gewürz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Muskatenbaum (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Muskatnuss
Samen des Muskatnussbaums (Myristica fragrans), Gewürz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Muskatenbaum (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Nadel
Werkzeug v.a. im Textilwesen zum Nähen, Stecken etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Nadel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Nadlerware
Produkte eines Nadlers, v.a. Näh- und Stecknadeln. Siehe „Nadel“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Nadler (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Nägel
a) V.a. Eiserne Werkzeuge zum Zusammenfügen fester Dinge.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Nagel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
b) Nelke (Gewürznelke).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Nelke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Nürnberger Waren
Waren aller Art für den Haushalt, v.a. Kinderspielzeug.
Die Nürnberger Waaren anbelangend / bestehen solche in allerhand Eisen / und Messenzeug [=Messing] / Träth / Nadeln / Fingerhüte / Messer / Wagen Trehwerck / Bergdesgaden=Arbeit / Puppen=Gezeug / welche Waaren zum Theil / ob sie zwar wenig nutz sind / noch auff Thauer gemacht / oder zur Menschlichen Nothdurfft gereichen / sind sie doch sehr / so in Indien / als andern umliegenden Königreichen current, und ziehen die Nürnberger dadurch unter allen Teutschen Provintzen noch mit den schlechtesten Manufacturn das meiste Geld aus der fremde in [=nach] Teutschlandt. Johann Joachim Becher, Politischer Discurs [...] (Frankfurt/Main 1688) Zitat 148.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Nürnberger Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“; nuernberginfos.de, „Nürnberger Tand (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Nüsse
Ochsenhaut
Fell eines Ochsens. Siehe „Haut“.
Ochsenhaut (rau)
Siehe „Haut (rau)“.
Ochsenhaut (roh)
Unbearbeitete Ochsenhaut.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rohe Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Ochsenhörner
Hörner von Ochsen.
Ochsenspitz
Hornspitzen von Ochsen, u.a. verwendet für Pfeifenröhren.
Öl
Flüssiges Fett. Verwendet in der Regel zum Kochen, zum Verbrennen (Lichtquelle, Öllampe) oder als Grundlage für Farben (Ölfarbe). Häufige in Krems genannte Öle sind Baumöl (Olivenöl) und Leinöl.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Öhl (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Öl (gemeines)
Quelle: gmain öhl.
Siehe „Öl“.
Öllägel (leer)
Leere Ölfässer. Siehe Glossar Maße „Öllägel“.
Ölwerg
Quelle: öelwerch, öhlwerch.
Wahrscheinlich Bestandteil von Dochten für Öllampen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Docht (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Olitäten
Wohlriechende Öle wie Zimt-, Nelken-, Rosen- oder Jasminöl.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Olitäten (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Olive
Frucht des Olivenbaums (Ölbaums).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Olive (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Packhaut
Tierhaut zum Verpacken/Schutz von Waren, v.a. von Juchten.
Papier
Schreibstoff, Lumpen-/Hadernpapier.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Papier (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pasta
Teigwaren, v.a. Nudeln.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pastawaare (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pech
Pergament
Schreibstoff aus Tierhaut.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pergament (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Perücke
Kopfbedeckung, Haarersatz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Perrücke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pfanne
Küchen-, Haushaltsgerät.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pfanne (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pfeffer
Piper nigrum.
Pfeffer (türkischer)
Capsicum annuum/Paprika (spanischer Pfeffer, Beißbeere).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pfeffer, (türkischer) (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Pfeffer, (spanischer) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pfeifen
Gemeint sind wohl Tabakpfeifen. Siehe dort.
Pfundhaut
Siehe „Pfundleder“.
Literatur: Bericht über sämmtliche Erzeugnisse, welche für die erste, zu Klagenfurt im Jahre 1838 veranstaltete und bei Gelegenheit der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers eröffnete Industrie=Ausstellung [...] eingeschickt worden sind (Graz 1839) 100.
Pfundleder
Starkes Sohlenleder.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pfundleder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pinienkerne
Pignoli. Geschälte Samen der Pinie.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pinie (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Pinienkern (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pippe
Evtl. Tabakspfeife. Wahrscheinlicher aber Röhre mit Drehhahn, um von einem Fass Flüssigkeit abzulassen.
Literatur: Grimm, Wörterbuch, „Piepe (öffnet in einem neuen Fenster)“; J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 85.
Pistazie
Frucht des Pistazienbaumes (Pistacia vera).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pistacie (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pistole
Kurzläufige Schusswaffe, Handfeuerwaffe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pistole (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pittlinghaut
Auch: Bittling, Jährling. Fell eines weniger als ein Jahr alten Kalbs.
Literatur: Otto Lueger, Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 2 (Stuttgart 1905) 38 („Bittling oder Pittling (öffnet in einem neuen Fenster)“).
Platteiße
Quelle: Pladeißl, Plateiß etc.
Scholle (Salzwasserfisch).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Scholle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pomeranze
Frucht des Pomeranzenbaums (Bitterorange).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pomeranze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pomeranzenschalen
Schalen der Pomeranze. Verwendet: Geröstet oder zu Marmelade bzw. zu Öl verarbeitet.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pomeranzenschalenöhl (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pottasche
Kaliumcarbonat gewonnen aus Holzasche oder der Asche anderer Pflanzen. Verwendet zur Glas- oder Seifenproduktion.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pottasche (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Prein
Hirse.
Literatur: Johann Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch, Bd. 1/7. Nachdruck der von G. Karl Frommann bearb. 2. Ausgabe München 1872-1877 [...] (München 2008) Sp. 353f.; J. F. Castelli, Wörterbuch der Mundart in Oesterreich unter der Enns [...] (2. Aufl. Wien 1847) 93.
Prisil
Quelle: Prisill.
Brasilholz oder daraus gewonnener Farbstoff (Brasilin).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Fernambuck=Holz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Pulver
Schießpulver.
Quitten
Quelle: Kitten.
Früchte der Quitte (Cydonia oblonga).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Quitte (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rauchleder (Rauhes Leder)
Rauleder. Sämischgares, schwarzes Leder.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sämisch (öffnet in einem neuen Fenster)“; Meyers Großes Konversations-Lexikon, „Leder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rauchtabak
Siehe „Tabak“.
Rauchware
Siehe „Rauchwerk“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „1. Rauchwerk (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rauchwerk
Pelze, Tierfelle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „1. Rauchwerk (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Reifen
Eiserner Ring zum Zusammenhalten (z.B. Fassreif[en]).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Reif (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Reis
Getreideart.
Reisetruhe
Transportbehälter.
Literatur: Grimm, Wörterbuch, „Reisetruhe (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Röte
Färberkrapp, Rubia tinctorum. Pflanze, deren Wurzeln zum Rotfärben verwendet wurde. Anbaugebiet in Mitteleuropa besonders in Schlesien.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Röthe (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rötel
Rötelstein. Mineralfarbe (Eisenoxid). Verwendet zum Zeichnen, zum Stillen von Blutungen (Medizin) und im Schmelzwesen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Röthel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rötelstein
Siehe „Rötel“.
Rohr
Quelle: Sprizen und Rehrn.
Der Begriff kommt lediglich im Zusammenhang mit „Spritze“ vor. Wahrscheinlich handelt es sich um Feuerlöschgeräte.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Feuer=Anstalten (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Spritze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rosenkränze
Rosinen
Getrocknete Weinbeeren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rosinen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rosinken
Kleine Rosinen. Siehe „Rosinen“.
Literatur: Campe, Wörterbuch der Deutschen Sprache, „Die Rosine (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rosolio
Rosoli. Likör aus Sonnentau.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rossoli (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rossdecke
Stoffe zum Abdecken von Pferden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pferdedecke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rosshaut
Fell eines Pferdes. Verwendet zur Lederherstellung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pferdehaut (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rotbraun
Siehe „Braunrot“.
Rotholz
Pflanzen, deren Hölzer zum Rotfärben verwendet werden. Siehe auch „Brasilholz“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rothholz (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Rotholz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rotscher
Quelle: Rothschaid.
Art getrockneter Stockfisch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rothscheer (öffnet in einem neuen Fenster)“; Marie Scholz-Babisch, Quellen zur Geschichte des klevischen Rheinzollwesens vom 11. bis zum 18. Jahrhundert, 2. Hälfte (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 13, Wiesbaden 1971) 1115.
Rundfisch
Getrockneter Kabeljau, Stockfisch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rundfisch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Kabeljau (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Stockfischhandel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rupfen
Grobe Leinwand aus Werg. Siehe „Werg“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rupfen (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Rupfen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Rupfen (ledige)
Unverpackte Rupfen. Siehe „Rupfen“. Zu „ledig“ siehe „Blech (ledig)“.
Sack
Gebinde aus biegsamen Material, Transportbehältnis.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sack (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Säge
Werkzeug, v.a. zur Holzbearbeitung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Säge (2) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Safran
Stempelfäden des Safrans (Blume: Crocus sativus). Der Safrananbau war in Krems eine wichtige Erwerbsquelle. Seit den 1990er Jahren gibt es wieder Safrankulturen in der Wachau: „Wachauer Safran (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Safran (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Krems (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Saiten
Fäden/Schnüre aus Tiergedärm oder Draht. Verwendet für Musikinstrumente (Saiteninstrumente).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Saite (2.) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Salpeter
Quelle: Saliter.
Nitrat. Verwendet zur Herstellung von Schießpulver.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Salpete (öffnet in einem neuen Fenster)r“, „Schießpulver (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Samt
Feinhaariges, weiches Gewebe.
Franz.: Velours.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sammet (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sanduhr
Zeitmessgerät, bei dem die Zeit mittels der Rieselgeschwindigkeit von Sand gemessen wird.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sanduhr (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sardellen
Kleine, heringsartige Seefische (Engraulidae).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sardelle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schachtel
Behältnis v.a. aus Holz aber auch aus Pappe, Horn, Blech oder Silber.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schachtel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schaffell
Felle/Häute von Schafen.
Schaffell (gearbeitet)
Siehe „Fell (gearbeitet)“, „Schaffell“.
Schaffell (roh)
Unbearbeitetes Schaffell.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rohe Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schafsleder
Leder aus Schafshäuten.
Schafswolle
Schalen
Quelle: Schöller.
Wahrscheinlich Limonenschalen. Siehe „Limonenschalen“.
Scheide
Futteral für Messer.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Scheide (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schelle
Hier wohl im Sinne von „Glöckchen“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schelle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schermesser
Rasiermesser.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Messerschmid (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schiene
Quelle: Schinn.
Wohl Material für den Geschützguss.
Schindelnagel
Viereckiger Nagel mit halbem Kopf. Verwendet zum Befestigen von Schindeln.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schindelnagel (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Schindelnagel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schlafrock
Kleidungsstück: Morgenmantel, Hauskleid.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schlafrock (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Schlafrock (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schleier
Zartes Gewebe, Frauenbekleidung für Kopf oder Oberkörper.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schleier (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schleifstein
Wetzstein zum Schärfen von Schneidewerkzeugen (Messer, Sensen etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schleifstein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schließe
Haken, Schnalle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schließe (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Schliesze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schliff
Eisenabfälle zum Schwarzfärben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schleifsteinsatz (öffnet in einem neuen Fenster)“. Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 628.
Schmalte (blau)
Quelle: Schmolten.
Smalte. Blaue Farbe aus Kobalt.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Blaue Farbe aus dem Mineralreiche (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmalz
Tierfett.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmalz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmelz
Schmelzwerk, Email, Schmelzglas. Oberflächenglasur.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmelz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmelztiegel
Feuerbeständiges Gefäß zum Schmelzen von Materialien.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmelztiegel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmelzware
Mit Schmelz/Email überzogene Ware.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmelzware (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmelzwerk
Email. Siehe „Schmelz“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmelzwerk (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schmer
Fett aus der Bauchhöhle von Tieren, v.a. Schweinen. Verwendet zum Schmieren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schmeerfett (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schnecken
Weichtiere.
Schneiderware
Kleidungsstücke.
Schnupftabak
Pulver aus Tabakblättern.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schnupftabak (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schnur
Rundes Band mittlerer Stärke.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „2. Schnur (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schnurmacherware
Schnüre, Borten.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Posament (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schreibpapier
Papier zum Schreiben (mit Tinte) im Unterschied zum Druck- oder Löschpapier.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schreibpapier (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schreibtafel
Schiefertafel für Kinder. Evtl. auch eine Art Notizblock aus Pergament.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schreibetafel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schreibtisch
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schreibetisch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schuh
Feste Fußbekleidung.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schuh (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schustergerät
Quelle: Schuestergrädt. Kommt einmal im Zusammenhang mit Strohmesser und Sicheln vor.
Wahrscheinlich Schusterkneif (Schusterwerkmesser).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schusterkneif (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schusterleder
Schuhleder.
Schwarzblech
Unverzinntes Blech.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schwarzblech (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schwefel
Sulphur. Chemisches Element, Mineral. Verwendet u.a. im Hüttenwesen, der Chemie (Herstellung von Schießpulver) und der Medizin.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schwefel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Schweizer Pulver
Bestimmtes Schießpulver.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schießpulver (Schweitzerisches) (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Seide
Feines Gewebe aus dem Konkon der Seidenraupe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Seide (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Seidenflor
Siehe „Flor“.
Seidenwaren
Gewebe aus Seide.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Seidenwaaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Seife
Waschmittel. Verbindung aus Pflanzenalkalien (siehe „Pottasche“) mit Fetten oder Ölen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Seife (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Seife (venezianisch)
Seife auf der Basis von Olivenöl.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Seife Venetianische (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Seilerware
Fäden, Schnüre, Stricke.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Seilerwaaren (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Senf
Lebensmittel, Gewürz aus Senfkörnern. Senfanbau ist bereits seit dem 15. Jahrhundert in Krems nachweisbar.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Senf (öffnet in einem neuen Fenster)“; Donauhandel, „Krems (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Senffässel
Kleines Fass/Gefäß, das zur Senfaufbewahrung dient.
Senfkörner
Granum sinapis. Samen der Senfpflanze.
Sense
Klinge des gleichnamigen Mähwerkzeugs.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sense (öffnet in einem neuen Fenster)“. Zur Sensenerzeugung in den österreichischen Donauländern siehe v.a. Franz Fischer, Die blauen Sensen. Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Sensenschmiedezunft zu Kirchdorf-Micheldorf bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs, Linz 1966).
Serpentin
Quelle: Serpetin, Serbentinstain.
Gestein. Verwendet zur Herstellung von Gefäßen (Becher, Krüge, Flaschen, Geschirr, Schüsseln, Leuchter, Schreibzeuge, Farbenreiber und Reibsteine, Dosen, Mörser, Vasen, Papierpressen).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Serpentin (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sessel
Sitzmöbel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sessel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sichel
Kleines Schneidewerkzeug für die Landwirtschaft.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sichel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Socken
Fußbekleidung aus unterschiedlichen Materialien (Wolle, Filz etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Socke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sohlenleder
Leder für Schusohlen. Siehe „Pfundleder“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Leder (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sommerwolle
Schafswolle, die im Herbst geschoren wird.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sommerwolle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spalier
Latten, Pfähle zum Abstützen von Obstbäumen, Wein und anderen Pflanzen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spallier (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Speik
Quelle: Speig.
Duftende Alpenblumen. Verwendet zur Seifenherstellung.
Literatur: wikipedia, „Speik (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spezerei
Gewürze, Arzneimittel, Drogeriewaren. Z.B.: Zucker, Pfeffer, Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Muskatblüten, Cardamon, Nelken [„Nägelblume“], Safran etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Specerei (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Specereihandel (öffnet in einem neuen Fenster)“; Johann Joachim Becher, Politischer Discurs [...] (Frankfurt a. M. 1688) 163f.
Spiegel
Reflektierende Fläche aus Glas.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spiegel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spielwaren
Kinderspielzeug.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spielzeug (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spielwerk
Spielzeug oder auch Uhrwerk.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spielwerk (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spießglas
Antimonium. Verwendet in der Alchemie („Goldherstellung“), Medizin, zum Schminken, im Zinn- oder Rotguss bzw. zum Polieren von Metallen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spießglanz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spitze
Quelle: Spitz.
Geklöppelte oder gewebte dekorative Elemente an Textilien oder Kleidungsstücken. Fast alle Händler stammen aus dem Ort Annaberg (Sachsen), das ein Zentrum der Spitzenerzeugung war.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Spitze (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Galanterie=Waaren (öffnet in einem neuen Fenster)“. Ludovici, Kaufmanns-Lexicon, „Spitze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sporen
Quelle: Sporn.
Haken zum Antreiben von Pferden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sporn (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sporerarbeit
Produkte eines Sporers wie Sporen, Reitstangen, Steigbügel und anderer Reiterbedarf bzw. Kutschenstangen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sporer (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Spritze
Siehe „Rohr“.
Stärke
Gluten. Bestandteil des Weizensamens. Verwendet in der Zuckerproduktion, zum Stärken (Steifmachen) von Wäsche, zur Puderherstellung, als Klebstoff (in der Buchproduktion, Tapeten, Spielkarten), zum Bleichen und Färben, zur Oblatenproduktion, zum Backen, zur Nudelherstellung oder zum Bedrucken von Stoffen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Stärke (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Gluten (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Stecken
Dünner Stock. Wichtig im Weinbau zum Abstützen der Reben.
Steinware
Quelle: Stainwahr.
Steingut, keramische Gefäße, Töpferware.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Steingut (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Sterbling
Fell oder Wolle eines gestorbenen Schafs/Lamms.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sterbling (öffnet in einem neuen Fenster)“; Grimm, Wörterbuch, „Sterbling (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Steyrer Gut
Siehe „Steyrer Ware“.
Steyrer Krämerei
Siehe „Steyrer Ware“.
Steyrer Ware
Eisenwaren aus Steyr.
Literatur: Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 98 und 631.
Stockfisch
Durch Trocknen haltbar gemachter Fisch, v.a. Kabeljau. Im Handel paarweise aneinander gebunden. Siehe auch „Rundfisch“, „Flachfisch“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kabeljau (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Stockfisch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Stockfischhandel (öffnet in einem neuen Fenster)“; wikipedia, „Stockfisch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Streichkäse
Weicher, streichbarer Käse.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Streichkäse (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Strickerwaren
Produkte eines Strickers, Strickwaren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Stricker (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Strickwaren
Quelle: Strickhwarn.
Siehe „Strickerwaren“.
Striegel
Eiserner Kamm, bes. zur Pferdepflege.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Striegel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Strohmesser
Messer, Werkzeug um Stroh zu Häckerling (in kleine Stücke) zu schneiden.
Literatur: Franz Petter, Ueber Sensen und Sensenhandel, in: Steyermärkische Zeitschrift 3. Heft (1821) 94-109, hier 105f.
Strümpfe
Bekleidungsstücke für die Beine aus unterschiedlichen Geweben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Strumpf (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Strupfen
Lederriemen für Pferde.
Literatur: Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 631.
Surlemoni
Quelle: Surlimoni.
Saure, für Zitronat eingelegte Limonen.
Literatur: Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 619.
Tabak
Blätter der Tabakpflanze.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tabak (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Tabakshandel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tabakblätter
Siehe „Tabak“.
Tabakkopf
Kopf einer Tabakspfeife.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tabakspfeifenkopf“ (öffnet in einem neuen Fenster).
Tabakpfeife
Röhrenförmiges Instrument zum Rauchen von Tabak.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tabakspfeife (öffnet in einem neuen Fenster)“, „2. Pfeife (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tabakröhrl
Teil einer Tabakpfeife. Rohr/Röhrchen zum Durchziehen des Rauches.
Taschenmesser
Zwischen Heft und Klinge faltbares Messer.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Taschenmesser (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Teer
Aus Nadelholz gewonnenes zähflüssiges Öl. Verwendet zum Schmieren von Radachsen oder im Schiffsbau.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Theer (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Theer (Rad=) (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Wagenschmiere (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Terpentin
Baumharze. Als Destillat: Terpentinöl. Verwendet in der Medizin, zur Herstellung von Lacken (u.a. Sigellack), zum Kitten, zur Seifenproduktion, für Firnisse (Schutzanstriche) etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Terpentin (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Terzenhaut
Fell eines Terzen (höchstens dreijährigen Jungochsens). Siehe „Kuhhaut“.
Literatur: Herbert Hassinger, Geschichte des Zollwesens, Handels und Verkehrs in den östlichen Alpenländern vom Spätmittelalter bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts 1: Regionaler Teil, erste Hälfte: Westkärnten-Salzburg (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 16, Deutsche Zolltarife des Mittelalters und der Neuzeit 5, Stuttgart 1987) 632.
Theriak
Arzneimittel bestehend aus Enzianwurzel, Osterluzeiwurzel, Lorbeeren, Wachholderbeeren, Myrrhen und Honig.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Theriak (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Thonerde
Alaunerde. Thonerde verbunden mit Schwefelsäure ergibt Alaun.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Thonerde (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tisch
Möbel.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tisch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tischgewand
Tischdecke.
Tischzeug
Tischtücher und Servietten. Siehe auch „Tischgewand“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tischzeug (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tripp
Samtähnlicher Stoff aus roter Seide, feiner Merinowolle oder Ziegenhaar.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tripp (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Plüsch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Trödelware
Quelle: Trädl wahr.
Altwaren, u.a. benutzte Kleidung, Haushaltswaren etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Trödelkram (öffnet in einem neuen Fenster)“; Georg Stöger, Sekundäre Märkte? Zum Wiener und Salzburger Gebrauchtwarenhandel im 17. und 18. Jahrhundert (Sozial- und wirtschaftshistorische Studien 35, Wien-München 2011).
Trübsamt
Quelle: Trübsammeth.
Stoff.
Siehe auch: Vektigal der Kaltmaut in Wien, in: Sebastian G. Herrenleben, Sammlung Oesterreichischer Gesetze und Ordnungen [...], So viele deren über die in Parte I & II Codicis Austriaci eingedruckten bis auf das Jahr 1720 weiter aufzubringen waren (Supplementum Codicis Austriaci, Leipzig 1748) 15-25, hier 24.
Tuch
Gewebe aus Wollgarn (z.T. auch aus Leinen- oder Baumwollgarn).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Tuch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Tuch (ledig)
Unverpacktes Tuch. Siehe „Tuch“, siehe „Blech (ledig)“.
Tuchgarn
Garn zur Herstellung von Tuchen.
Tür
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Thür (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Umbra
Braune Farbe. Verwendet als Malerfarbe, zum Färben von Handschuhen oder Schnupftabak.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Umbra (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Umurken
Gurken. Siehe „Gummer“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Unmurken (öffnet in einem neuen Fenster)“; Ferdinand Opll, Markt im alten Wien, in: Wiener Geschichtsblätter 34 (1979) 49–73, hier 58 [„Unmorke“].
Unschlitt
Quelle: Insleth, Inslet.
Rindertalg. Verwendet als Brennstoff.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Unschlitt (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Vernaccio
Italienischer Wein.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Vernaccio (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Visier
Hauben. Siehe „Visierschneiderware“.
Visierschneiderei
Siehe „Visierschneiderware“.
Visierschneiderware
Produkte eines Visierschneiders, Haubenmachers.
Literatur: Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch [...] Teil 1 (Stuttgart-Tübingen 1827) 636; Austria-Forum, „Haube (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Vitriol
Siehe „Kupferwasser“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Vitriol (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Vogelleim
Klebrige Substanz (auf Basis von Leinöl, Misteln, Stechpalme oder Leim und salzsaurem Zink) zum Fangen von Vögeln mittels Leimruten.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Vogelleim (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Waagbalken
Bewegliche, horizontale Achse einer Waage.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wage (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Wagbalken (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wachs
In der Regel Bienenwachs. Verwendet für Wachslichter, Wachsstöcke, Wachsseife, Siegelwachs, Wachskitt oder Klebwachs.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wachs (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wagenschmiere
Substanz zum Schmieren von Radachsen. Siehe „Teer“.
Waid
Färberwaid, Isatis tinctoria, Deutscher Indigo. Hauptanbaugebiet in Thüringen, besonders um Erfurt. Aus den Blättern wird ein Färbemittel zum Blaufärben gewonnen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Waid (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Waldrauch
Wilder Weihrauch.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Waldrauch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Waldrauke
Sisymbrium sylvestre.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Rauke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Ware
Unbestimmte Art von Handelsgut.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Waare (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Waren (allerhand)
Verschiedene Waren.
Waren (grobe)
Schwere und relativ niedrigpreißige Handelsgüter.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Grob (öffnet in einem neuen Fenster)“ (dort mit einer Auflistung solcher Waren).
Wasser
Quelle: Waßer, Wasser, Wässer.
Hier wahrscheinlich im Sinne von „gebrannte Wässer“ (Spirituosen), Arzneimittel oder Sauerwasser.
Literatur: Johann Christoph Adelung, Versuch eines vollständigen grammatisch-kritischen Wörterbuches Der Hochdeutschen Mundart [...] 5/1 (Leipzig 1786) Sp. 82f.
Weihrauch
Olibanum. Harz des Weihrauch-Baums. Verwendet zum Räuchern, v.a. in der katholischen Liturgie.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Weihrauch (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wein
Alkoholisches Getränk aus Weintrauben.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wein (Luttenberger)
Wein aus der Region um Luttenberg in der Untersteiermark (heute: Ljutomer/Solwenien).
Wein (Rhein)
Rheinwein. Weine aus dem Rheingau und angrenzenden Regionen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wein (spanischer)
Wein aus Spanien.
Wein (Tiroler)
Wein aus (Süd)Tirol.
Wein (Tokajer)
Berühmter ungarischer Weißwein, benannt nach der Stadt Tokey.
Wein (welscher)
Wein aus Italien.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Welscher (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Welschland (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Weinbeeren
Früchte des Weinstocks.
Weinstein
Kaliumsalz der Weinsäure. Verwendet als Arzneimittel oder als Bleichmittel in der Färberei.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Weinsaure Salze (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Weißblech
Verzinntes (Eisen)Blech.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Verzinnen (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Weiße Ware
Weiße Stoffe aus Leinwand oder Baumwolle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Weißzeug (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Welschgut
Waren aus Italien und dem Mittelmeerraum (Venedigerwaren), v.a. Südfrüchte, Wein, Seidenwaren etc. Der Begriff kommt hier nur für den Transport solcher Waren über Krems nach Krakau durch italienische Kaufleute aus Krakau in den Jahren 1640 und 1642 vor.
Literatur: (vgl. ausführlich) Janina Bieniarzówna, Die Handelsbeziehungen zwischen Krakau und Krems vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, in: Prace Historyczne 121 (1996) 109-122, hier 114f. Siehe auch Roman Sandgruber, „Der Venedigerhandel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Werg
Quelle: Werch.
Gröbere Hanf- oder Flachsfasern. Versponnen verwendet zur Herstellung grober Tuche oder von Seilen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Werg (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wetzstein
Stein zum Schleifen von Schneidewerkzeugen (Sensen, Sicheln, Messer etc.).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wetzstein (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Winterwolle
Schafswolle, die im Frühjahr geschoren wird.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Sommerwolle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wolle
Schafswolle.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wolle (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Wollene Waren
Produkte aus Schafswolle.
Wurst
Lebensmittel. Meist in Schweinsdärme gefülltes Fleisch, Blut, Fett etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Wurst (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zeug / Zeuch
Quelle: Zeug, Zeuch.
Allgemein: gewebter Stoff. Speziell: leichtes Wollgewebe; leinene Haushaltswaren und Kleidungsstücke.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zeuch (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Zeug (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zibebe
Art Rosine, getrocknete Weinbeere.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Cubebe (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Ziechen
Bezug für Kissen und Bettdecken.
Literatur: Rolf Kießling, Augsburger Stadtlexikon, „Weber (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Ziegenfell
Fell einer Ziege.
Zimt
Cinnamomum. Gewürz.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zimmt (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zinn
Zinngießerwaren
Produkte von Zinngießern wie Platten, Löffel, Ringe, Figuren, wie Soldaten, Kanonen, Bäume, Tiere etc.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zinngießerei (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zinnkraut
Equisetum arvense, Scheuerkraut. Schachtelhalm verwendet zum Polieren von Zinn.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Kannen=Kraut (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zitronat
Frucht des Zedratbaums, einer Art Zitronenbaum. Eingemacht verwendet zum Backen.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Citronat (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zitrone
Quelle: Citrone, Citroni.
Frucht des Zitronenbaums. Laut Krünitz unterscheidet sie sich von der Limone dadurch, dass dieser Begriff die eingesalzene, „Zitrone“ hingegen die frische Frucht bezeichnet.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Citrone (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zitronenschale
Quelle: Citronschalln, Citronschallen, Citron Schöller.
Schale der Zitrone. Die Schalen wurden z.B. kandiert, eingemacht oder zu Öl verarbeitet. Siehe auch „Limonenschale“.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Candiren (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Citronen einmachen (öffnet in einem neuen Fenster)“, „Citronen=Oel (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zitronenschnitz
Gedörrte Zitronenscheibe.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Schnitz (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zögger
Variante: Zecker.
Wienerischer Korb bzw. Tragtasche.
Literatur: J. Andreas Schmeller, Bayerisches Wörterbuch [...] Teil 4 (Stuttgart-Tübingen 1837) 222 („Der Zecker“); Walter Haas (Hg.), Provinzialwörter. Deutsche Idiotismensammlungen des 18. Jahrhunderts (Historische Wortforschung 3, Berlin–New York 1994) 611; Ferdinand Opll, Markt im alten Wien, in: Wiener Geschichtsblätter 34 (1979) 49–73, hier 58.
Zucker
Zuckerbäckerei
Zuckerwaren, Konditoreiwaren.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zuckerbäckerei (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zuckerware
Mit viel Zucker hergestelltes Lebensmittel, Süßigkeit.
Zweck
Kurzer Nagel, hölzerner Stift.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zwecke (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zwetschge
Quelle: Zwespe.
Frucht des Zwetschgenbaums. Unterart der Pflaume.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Pflaume (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zwillich
Leinengewebe aus doppelten Fäden.
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Drillich (öffnet in einem neuen Fenster)“.
Zwirn
Zusammengedrehte zwei oder mehrere Fäden Garn (in der Regel aus Leinen oder Baumwolle).
Literatur: Krünitz, Encyklopädie, „Zwirn (öffnet in einem neuen Fenster)“.
