Ortsregister

erstellt von Andrea Serles
In diesem Verzeichnis finden Sie nähere Informationen zu den in den Kremser Waag- und Niederlagsbüchern aufscheinenden und in der Datenbank vorkommenden Orten. Bitte beachten Sie, dass die Liste noch unvollständig ist und laufend ergänzt wird.
Suchbegriff:

Aggsbach
Varianten: Achspach, Aggspach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Aggstein
Varianten: Agstain.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Altstadt
Varianten: Alstatt.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Staré Město pod Landštejnem).

Apolda
Varianten: Appolda, Apoltau.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Sachsen/Thüringen, Deutschland.

Ardagger
Varianten: Artackher.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Ardt
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Unklar.

Arnau
Varianten: Arnaw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Böhmen/Tschechien (Hostinné).

Arnsdorf
Varianten: Arnstorff.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: unsicher.
Bemerkungen: Wahrscheinlich Österreich unter der Enns/Niederösterreich, evtl. auch Arnsdorf in Salzburg.

Aschach
Varianten: Ascha.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Aschach und Bibliographie.

Aschbach
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Aspach
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Bayern/Oberösterreich.
Bemerkungen: Siehe auch "Aschbach" und "Maria Anzbach".

Aspang
Varianten: Aßbang.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Aspern
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Wien.

Au
Varianten: von der Aw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Es gibt mehrere Orte dieses Names in Niederösterreich und darüber hinaus. Die regionale Zuordnung ist unsicher.

Augsburg
Varianten: Augspurg, Auggsburg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Schwaben/Bayern/Deutschland.

Auhardt
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Unklar.

Auspitz
Varianten: Auspiz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Hustopeče).

Aussee
Varianten: Ausee.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Steiermark/Steiermark.

Austerlitz
Varianten: Austerlinz, Austerliz, Austernitz, Ossterliz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Slavkov u Brna).

Baden
Varianten: Paden.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Baumgartenberg
Varianten: Baumgarttenberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.

Beneschau
Varianten: Benischau, Wenischau.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Böhmen/Tschechien (Benešov).
Bemerkungen: Es existieren mehrere Orte dieses Namens in Böhmen und Schlesien.

Benisch
Varianten: Benig, Bentsch, Böhnisch, Pennisch.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Schlesien/Tschechien (Horní Benešov).
Bemerkungen: Die Identifizierung der Quellennamen mit "Benisch" ist unsicher. Aufgrund der gehandelten Waren erscheint eine Herkunft der Händler aus dem mährisch-schlesischen Grenzraum wahrscheinlich.

Großpertholz
Varianten: Berchtolz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Aktueller Ortsname: Bad Großpertholz.
Bemerkungen: Zur Identifikation des Ortsnamens siehe den Händler Simon Stronl, der auch für das benachbarte Engelstein genannt ist.

Beuthen
Varianten: Peitten.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Schlesien/Woiwodschaft Schlesien (Województwo śląskie)/Polen (Bytom).
Bemerkungen: Beuthen an der Oder ist unwahrscheinlich.
Literatur: Hugo Weczerka, Art. Beuthen O. S., in: Schlesien, hg. von dems. (Handbuch der Historischen Stätten = Kröners Taschenausgabe 316, 2. Aufl. Stuttgart 2003) 20–25.

Braunau
Varianten: Prauna, Praunau, Praunaw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Bayern/Oberösterreich.
Bemerkungen: Braunau mit dem gesamten Innviertel gehörte bis zum Frieden von Teschen (1779) zu Bayern. Die amtliche Bezeichnung lautet Braunau am Inn. In der älteren Literatur wird auch auf Braunau in Böhmen (Broumov) als Handelsort mit Kontakten nach Krems verwiesen. Da die bis dato identifizierten Händler und Handelsfirmen alle aus Braunau am Inn stammten (z.B. Malknecht, Ruffini, Sind, Streckenraif), wurde Braunau durchgehend Bayern zugeordnet. Bis alle Händler und Handelsfirmen eindeutig identifiziert sind, bleibt aber eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Zuordnung zu Bayern bzw. Böhmen bestehen.
Literatur: Manfred Brandl, Art. Braunau am Inn. Politischer Bezirk Braunau am Inn, in: Die Städte Oberösterreichs, red. von Herbert Knittler (Österreichisches Städtebuch 1, Wien 1968) 95–106; Sebastian Hiereth, Geschichte der Stadt Braunau am Inn 2 (Braunau/Inn 1973) bes. 243–257.

Bruck
Varianten: Prugg, Brugg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: unsicher.
Bemerkungen: Die geographische Zuordnung von "Bruck" ist beim momentanen Erschließungsstand nicht möglich. Denkbar wären sowohl die beiden großen Marktorte Bruck an der Leitha (Niederösterreich) als auch Bruch an der Mur (Steiermark) ebenso wie eine ganze Reihe kleinerer Orte in den angrenzenden Ländern.

Dietenhofen
Varianten: Dietenhoffen.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Franken/Bayern/Deutschland.
Bemerkungen: In Dietenhofen fanden auch österreichische Exulanten Zuflucht, evtl. wegen der bestehenden Handelsverbindungen.

Erlangen
Varianten: Ehrlohn, Erlang, Erlohn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Franken/Bayern/Deutschland.

Fahndorf
Varianten: Faindorff.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkung: Zuordnung "Faindorff" zu "Fahndorf" unsicher.

Frauendorf
Varianten: Fraudorff.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Literatur: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch et al. (Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1990) 222f.

Hanna
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Hané).
Bemerkungen: Region in Mähren.

Klosterneuburg
Varianten: Closterneuburg, Closter Neuburg, Closter Newbrug.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Kollmitz
Varianten: Colmniz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Herrschaft Kollmitz oder das Dorf Kollmitz - heute Kollmitzdörfel.
Literatur: Karl Lechner, Art. Raabs an der Thaya, in: Donauländer und Burgenland, hg. von dems. (Handbuch der Historischen Stätten Österreich 1 = Kröners Taschenausgabe 278, Stuttgart 1985) 489.

Korneuburg
Varianten: Corneuburg, Cornewburg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Laa an der Thaya
Varianten: Laab.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Die Form "Laab" mit auslautendem b titt ab ca. 1590 in den Quellen auf. Dass es sich beim Ort "Laab" um Laab im Walde in der Nähe von Mödling handeln könnte, scheint hingegen unwahrscheinlich.
Literatur: Friederike Goldmann, Art. Laa an der Thaya. Politischer Bezirk Mistelbach, in: Die Städte Niederösterreichs 2, red. von ders.–Evelin Oberhammer–Johanne Pradel (Österreichisches Städtebuch 4/2, Wien 1976) 171–183.

Laibach
Varianten: Labach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Krain/Slowenien (Ljubljana).
Bemerkungen: Wird ausschließlich "Labach" genannt. Die Identifizierung ist über den Laibacher Kaufmann Dominicus/Domenico Brogioli möglich.

Langenlois
Varianten: Langenloiß, Langenloys, Loiß, Loys, Loyß.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Lilienfeld
Varianten: Lilienfeldt.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Linz
Varianten: Linnz, Lintz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Linz und Bibliographie.

Litschau
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Mährisch Aussee
Varianten: Aussa.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Úsov).

Maissau
Varianten: Meissau, Meissaw, Meyssau.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Mannshlam
Varianten: Manßhalben.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Der Ort lag südwestlich von Allentsteig, wurde durch die Errichtung des Truppenübungsplatzes Döllersheim (TÜPL) aber völlig zerstört.
Literatur: Johannes Müllner, Die entweihte Heimat. Das Onlinebuch, hier Mannshalm unter "Poppen Dörfer"; Karl Gutkas, Geschichte des Gebietes von Döllersheim und Allentsteig vom Hochmittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, in: Der Truppenübungsplatz Allentsteig. Region, Entstehung, Nutzung und Auswirkungen, hg. von Willibald Rosner (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 17, Wien 1991) 1–19.

Marbach
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Die genaue Zuordnung ist unsicher, das es in Niederösterreich mehrere Orte "Marbach" gibt: "Marbach an der Donau", "Marbach am Walde" und "Marbach im Felde". Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte "Marbach an der Donau" zutreffend sein. Siehe auch "Schallmarbach".
Literatur: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch et al. (Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1990) 705–709.

Maria Anzbach
Varianten: Anspach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Die Zuordnung des historischen zum aktuellen Ortsnamen ist unsicher. Siehe auch Aschbach und Aspach.

Martinsberg
Varianten: Martenberg(?), Mertenberg(?).
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Lesung unsicher. Niederösterreich ist wahrscheinlich, da eine alte Glocke gebracht wurde und sich die häufigen Geschäfte mit Glocken auf den niederösterreichischen Raum beschränkten.

Mautern
Varianten: Mauttern.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Melk
Varianten: Mölckh.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Mistelbach
Varianten: Mistlbach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Mitterretzbach
Varianten: Mitter Rözbach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Neunkirchen
Varianten: Neukirchen, Neukürchen, Newkürchen.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Neutitschein
Varianten: Neititschein, Neuditschein.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Nový Jičín).
Bemerkungen: Siehe auch "Alttitschein".
Literatur: Robert Luft, Art. Neutitschein, in: Böhmen und Mähren, hg. von Joachim Bahlcke–Winfried Eberhard–Miloslav Polívka (Handbuch der Historischen Stätten = Kröners Taschenausgabe 329, Stuttgart 1998) 408–410.

Nürnberg
Varianten: Niernberg, Niernpreg,  Nuernberg, Nuernperg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Franken/Bayern/Deutschland.
Bemerkungen: Nürnberger Händler bildeten in Krems die größte Gruppe aus den oberdeutschen Reichsstädten.
Literatur: Andrea Serles, Metropole und Markt. Die Handelsbeziehungen zwischen Nürnberg und Krems/Donau während der Frühen Neuzeit (Dipl. Arbeit Wien 2013).

Oberplan
Varianten: von der Plänn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Böhmen/Tschechien (Horní Planá).
Bemerkungen: Die Zuordnung "von der Plänn" zum böhmischen "Oberplan" gründet sich auf den Handelsartikel Spiegel/Glas. Bis 1713/14 exisiterte z. B. in Kaltenbrunn bei Oberplan eine Galshütte; im gesamten Böhmerwald (Prachiner Kreis) gab es 1792 noch 20 Glashütten. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts dürfte Oberplan eine Zollstation für die Einhebung des Ausfuhrzolls aus Böhmen gewesen sein.
Literatur: Thomas Winkelbauer, Vom Waldglas zum Böhmischen Kristall. Grenzüberschreitende Verflechtungen in einer Glashüttenlandschaft im 17. und 18. Jahrhundert (Böhmerwald, Bayerischer Wald, Mühl- und Waldviertel), in: Gewerbe und Handel vor der Industrialisierung. Regionale und überregionale Verflechtungen im 17. und 18. Jahrhundert, hg. von Joachim Jahn–Wolfgang Hartung (Regio Historica 1, Sigmaringendorf 1991) 183–203, hier 187, 193; Anton Gindely, Geschichte der böhmischen Finanzen von 1526 bis 1618. Denkschriten der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Classe 18 (1869) 89–168, hier 129–131.

Oberstinkenbrunn
Varianten: Ober Stinckheprun, Stinckheprun, Stinckheprunn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Literatur: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch et al. (Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1990) 835f.

Peuerbach
Varianten: Peyrbach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.
Bemerkungen: Theoretisch wäre auch eine Zuordnung zu Payerbach/Niederösterreich denkbar, wegen des Leinwandhandels aber unwahrscheinlich. Peuerbach verfügte über eine lange Tradition der Leinen- und vor allem Barchentherstellung. Außerdem war "Peyerbach" eine übliche Schreibung von "Peuerbach".
Literatur: Othmar Hageneder, Art. Peuerbach, in: Donauländer und Burgenland, hg. von Karl Lechner (Handbuch der Historischen Stätten Österreich 1 = Kröners Taschenausgabe 278, Stuttgart 1985) 87.

Pöchlarn
Varianten: Pechlern, Pöchlahrn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Posen
Varianten: Poßn, Posn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Polen (Poznań).

Potschatek
Varianten: Potschakn, Pottschaw, Putschäck, Puttschackhen, Puttschau.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Böhmen/Tschechien (Počátky).
Bemerkungen: Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts war Potschatek eine Zollstation für die Einhebung des Ausfuhrzolls aus Böhmen. Die Stadt Počátky verfügt auf ihrer homepage über eine ausführliche tschechischsprachige, chronologische Darstellung der Stadtgeschichte.
Literatur: Anton Gindely, Geschichte der böhmischen Finanzen von 1526 bis 1618. Denkschriten der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Classe 18 (1869) 89–168, hier 129–131.

Pottenbrunn
Varianten: Bottenbrun.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Poysdorf
Varianten: Poisdorf, Pollsdorf, Pollstorf, Pollstorff.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Obwohl die Schreibung "Poisdorf"/"Poystorff" bereits seit dem Hochmittelalter üblich war, ist im 17. und 18. Jahrhundert auch häufig die Schreibung "Pollstorf(f)"/"Pallstorf(f)" in den Quellen zu finden.
Literatur: Herbert Knittler, Art. Poysdorf. Politischer Bezirk Mistelbach, in: Die Städte Niederösterreichs 2, red. von Friederike Goldmann–Evelin Oberhammer–Johanne Pradel (Österreichisches Städtebuch 4/2, Wien 1976) 331–342.

Prunelln
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: unsicher.
Bemerkungen: Evtl. "Brünnles" in Mähren/Tschechien (Brníčko)?
Literatur: Karen Lambrecht, Art. Brünnles, in: Böhmen und Mähren, hg. von Joachim Bahlcke–Winfried Eberhard–Miloslav Polívka (Handbuch der Historischen Stätten = Kröners Taschenausgabe 329, Stuttgart 1998) 79.

Pulkau
Varianten: Pulckhau, Pulckhaw, Pulgau.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Purk
Varianten: Dorff Puerckh, Purckh.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Purk ist eine Katastralgemeinde von Kottes-Purk.

Pyhra
Varianten: Piera, Pirä, Püra, Pyra.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Raabs an der Thaya
Varianten: Rabbs, Rabs, Rapps.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Rastbach
Varianten: Raßpach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: U. a. liefert ein Kremser Glockengießer Glocken an die Pfarrkirche von Rastbach. Siehe dazu den Literaturhinweis.
Literatur: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch et al. (Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1990) 944.

Ratheburg
Varianten: Ratteburg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: unsicher.
Bemerkungen: Es könnte sich evtl. um Radeburg in Sachsen handeln oder auch um eines der zahlreichen Rothenburg (z.B. in Böhmen-Mähren/Červená Hora, Červený Hrádek).

Rehberg
Varianten: Rechberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Rehberg bei Krems war ab 1703 Standort einer Papiermühle.
Literatur: Viktor Thiel, Geschichte der Papiererzeugung im Donauraum. Ein Beitrag zur Geschichte deutscher Leistung (Biberach an der Riß 1940) 85.

Retz
Varianten: Röz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Röschitz
Varianten: Röschiz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Rossatz
Varianten: Rossaz.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Rossitz
Varianten: Rossiz bey Prün.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Rosice u Brna).

Ruppersthal
Varianten: Ruepperstall, alten Rupperstall.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Rußbach
Varianten: Ruspach, Rustbach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Saar
Varianten: Sarr.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Žďár nad Sázavou).

Sallingberg
Varianten: Sällingberg, Seillingberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Säusenstein
Varianten: Seisenstein.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Schafberg
Varianten: Schoffberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Schäffern
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Steiermark/Steiermark.

Schallemmersdorf
Varianten: Schall Emberstorf.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Schallemmersdorf ist eine Katastralgemeinde vom Emmersdorf an der Donau.

Schallmarbach
Varianten: Schallmorbach.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Seit 1930 zum Markt Marbach an der Donau gehörig.
Literatur: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau, bearb. von Evelyn Benesch et al. (Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1990) 705.

Schamers
Varianten: Schammers, Schommers.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Číměř).

Schärding
Varianten: Scharding, Schärting.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Bayern/Oberösterreich.

Scharnstein
Varianten: Schanstain, Schärmstain, Schärnstain.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Schattau
Varianten: Schattaw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Šatov).

Scheibbs
Varianten: Scheibs, Scheybbs, Scheybs.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Schönfeld
Varianten: Schenfeldt, Schönfeldt.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Italien (Schönfeld in Friaul)/Italien (Tolmezzo).
Bemerkungen: Die deutsche Bezeichnung "Schönfeld in Friaul" hielt sich bis weit ins 18. Jahrhundert. "Schönfeld" wurde als Zentralort in den karnischen Alpen zwar als Herkunftsort angegeben, tatsächlich stammten viele der Materialwarenhändler aber auch aus den umliegenden Ortschaften und Tälern, vor allem aus dem oberen Val-Degano. Abgeleitet vom deutschen Wort "Krämer" wurden die Materialwarenhändler aus den Carnischen Alpen auch als "cramars" bezeichnet. In deutschsprachigen Quellen wird häufig nicht zwischen "Welschen"/Italienern und "Savoyarden"/Franzosen unterschieden. Ein Beispiel aus den Kremser Waag- und Niederlagsbüchern ist der Materialwarenhändler Johann Teschemayr, der sowohl unter "Schönfeld" als auch unter "Savoyen" verzeichnet wurde. Siehe auch "Teschemayr Johann" im Händlerverzeichnis.
Literatur: Herbert Klein, Carnische „Materialisten“ im Salzburgischen, in: Beiträge zur Siedlungs-, Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte von Salzburg. Gesammelte Aufsätze von Herbert Klein. Festschrift zum 65. Geburtstag von Herbert Klein (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Ergbd. 5, Salzburg 1965) 585–598.

St. Andrä an der Traisen
Varianten: St. Andre.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Es wurde eine neue Glocken an das Kloster in "St. Andre" geliefert. In St. Andrä an der Traisen befand sich ein Augustinerchorherrenstift.
Literatur: Rudolf Büttner, Art. St. Andrä an der Traisen, in: Donauländer und Burgenland, hg. von Karl Lechner (Handbuch der Historischen Stätten Österreich 1 = Kröners Taschenausgabe 278, Stuttgart 1985) 510f.

St. Oswald
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.
Bemerkungen: Die vollständige amtliche Bezeichnung lautet St. Oswald bei Freistadt. Wie Freistadt und Windhaag war St. Oswald ein Zentrum der Zwirnerzeugung. Da alle Händler aus St. Oswald mit Zwirn handeln, wurde der Ort dem oberösterreichischen Markt zugeordnet. Bei den beiden Einträgen zu den Glocken der Pfarrkirche ist es unklar, ob es sich um St. Oswald bei Freistadt handelt (wurde 1698 Pfarre), oder um St. Oswald in Niederösterreich.

St. Oswald
Varianten: –.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: unsicher.
Bemerkungen: Der Glockengießer Matthias Prininger aus Krems erhielt 1699 eine alte Glocke von der Pfarrkirche St. Oswald und lieferte noch im selben Jahr eine neue Glocke. Bei diesen beiden Einträgen ist es unsicher, um welches St. Oswald es sich handelt. Es kämen sowohl St. Oswald bei Freistadt (siehe dort) als auch St. Oswald in Niederösterreich, Bezirk, Melk, in Frage.

St. Pölten
Varianten: S. Pöden, St. Pöltn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Stein
Varianten: Stain.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Stein und Bibliographie.

Steyr
Varianten: Steyer.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich ob der Enns/Oberösterreich.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Steyr und Bibliographie.

Stockerau
Varianten: Stockherau, Stockheraw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Traiskirchen
Varianten: Träßkürchen.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Traismauer
Varianten: Träsenmaur, Träsmaur.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Troppau
Varianten: Troppaw.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Schlesien/Mähren-Schlesien/Tschechien (Opava).
Bemerkungen: Seit 1526 gehörten die Stadt und das Herzogtum Troppau zum Herrschaftsbereich der Habsburger. 1614 wurde Karl von Liechtenstein mit dem Herzogtum belehnt unter der Bedingung, sich als ein Stand Schlesiens zu betrachten. Nach dem Verlust des Großteils von Schlesien während der Schlesischen Kriege wurde die Verwaltung des bei Habsburg verbliebenen Rests von Schlesien (dem sog. Österreichisch Schlesien bzw. Herzogtum Ober- und Niederschlesien) von Breslau nach Troppau verlegt. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war Troppau kurzfristig Hauptstadt der Provinz Sudetenland. Am 18.12.1918 wurde Troppau von tschechoslowakischen Truppen besetzt und war bis 1924/1928 Hauptstadt der tschechoslowakischen Provinz Schlesien. 1928 büßte Troppau seine Stellung als Sitz einer eigenen Landesbehörde ein, da die tschechoslowakische Provinz Schlesien in der Provinz Mähren-Schlesien aufging.
Literatur: Elmar Seidl, Das Troppauer Land zwischen den fünf Südgrenzen Schlesiens. Grundzüge der politischen und territorialen Geschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (Schriften der Stiftung Haus Oberschlesien. Landeskundliche Reihe 1, Berlin 1992) insbes. 55–61; Karel Müller, Art. Troppau, in: Böhmen und Mähren, hg. von Joachim Bahlcke–Winfried Eberhard–Miloslav Polívka (Handbuch der Historischen Stätten = Kröners Taschenausgabe 329, Stuttgart 1998) 625–631.

Tulln
Varianten: Thulln.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Wagram
Varianten: Wagramb.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Die Ortsbezeichnung "Wagram" ist in Niederösterreich häufig zu finden. In unmittelbarer Nähe zu Krems liegt "Wagram am Wagram", eine Katastralgemeinde von Grafenwörth.

Waidhofen
Varianten: Waidthofen, Waithoven, Waydhofen, Waydthofen, Waydthoven.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
In den Waag- und Niederlagsbüchern wird zumeist nur "Waidhofen" – ohne nähere Bestimmung, ob es sich um "Waidhofen an der Thaya" oder "Waidhofen an der Ybbs" handelt – genannt. Wenn sich ein Zusatz für Waidhofen an der Thaya findet, dann eher in Bezug auf die Grenzlage zu Böhmen; Waidhofen an der Thaya wurde so vom Freisingischen Waidhofen an der Ybbs unterschieden, das zeitgenössisch entweder die Beifügung "Bairisch" oder "an der Ybbs" erhielt. In den Waag- und Niederlagsbüchern scheint nur der Bezug zur Ybbs auf. Um die einzelnen Händler eindeutig zuordnen zu können, wurden zuerst die mit dem Eisen- und Eisenwarenhandel assozierten Händler aussortiert und der Eisenstadt Waidhofen an der Ybbs zugerechnet. Für alle anderen Kaufleute und Marktteilnehmer aus "Waidhofen" wurden die einzelnen Namen mit Hilfe weiterer Quellen und/oder vorhandener Literatur überprüft und zugeordnet. Kann noch keine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden, wird bis zu Klärung das unbestimmte "Waidhofen" belassen.
Literatur: Herbert Knittler, Art. Waidhofen an der Thaya. Politischer Bezirk Waidhofen an der Thaya, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von Friederike Goldmann (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 199–216; Friederike Goldmann, Art. Waidhofen an der Ybbs mit Markt Zell an der Ybbs. Stadt mit eigenem Statut, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von ders. (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 217–238.

Waidhofen an der Thaya
Varianten: Behembischen Waidthofen, Bohemischen Waidthoven, Waidthofen, Waithoven, Waydhofen, Waydthofen, Waydthoven.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: In den Waag- und Niederlagsbüchern wird zumeist nur "Waidhofen" – ohne nähere Bestimmung, ob es sich um "Waidhofen an der Thaya" oder "Waidhofen an der Ybbs" handelt – genannt. Wenn sich ein Zusatz für Waidhofen an der Thaya findet, dann eher in Bezug auf die Grenzlage zu Böhmen; Waidhofen an der Thaya wurde so vom Freisingischen Waidhofen an der Ybbs unterschieden, das zeitgenössisch entweder die Beifügung "Bairisch" oder "an der Ybbs" erhielt. In den Waag- und Niederlagsbüchern scheint nur der Bezug zur Ybbs auf. Um die einzelnen Händler eindeutig zuordnen zu können, wurden zuerst die mit dem Eisen- und Eisenwarenhandel assozierten Händler aussortiert und der Eisenstadt Waidhofen an der Ybbs zugerechnet. Für alle anderen Kaufleute und Marktteilnehmer aus "Waidhofen" wurden die einzelnen Namen mit Hilfe weiterer Quellen und/oder vorhandener Literatur überprüft und zugeordnet. Kann noch keine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden, wird bis zu Klärung das unbestimmte "Waidhofen" belassen.
Literatur: Herbert Knittler, Art. Waidhofen an der Thaya. Politischer Bezirk Waidhofen an der Thaya, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von Friederike Goldmann (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 199–216; Friederike Goldmann, Art. Waidhofen an der Ybbs mit Markt Zell an der Ybbs. Stadt mit eigenem Statut, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von ders. (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 217–238.

Waidhofen an der Ybbs
Varianten: Waidthofen, Waidthoven an der Ybbß, Waithoven, Waydhofen, Waydthofen, Waydthoven.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
In den Waag- und Niederlagsbüchern wird zumeist nur "Waidhofen" – ohne nähere Bestimmung, ob es sich um "Waidhofen an der Thaya" oder "Waidhofen an der Ybbs" handelt – genannt. Wenn sich ein Zusatz für Waidhofen an der Thaya findet, dann eher in Bezug auf die Grenzlage zu Böhmen; Waidhofen an der Thaya wurde so vom Freisingischen Waidhofen an der Ybbs unterschieden, das zeitgenössisch entweder die Beifügung "Bairisch" oder "an der Ybbs" erhielt. In den Waag- und Niederlagsbüchern scheint nur der Bezug zur Ybbs auf. Um die einzelnen Händler eindeutig zuordnen zu können, wurden zuerst die mit dem Eisen- und Eisenwarenhandel assozierten Händler aussortiert und der Eisenstadt Waidhofen an der Ybbs zugerechnet. Für alle anderen Kaufleute und Marktteilnehmer aus "Waidhofen" wurden die einzelnen Namen mit Hilfe weiterer Quellen und/oder vorhandener Literatur überprüft und zugeordnet. Kann noch keine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden, wird bis zu Klärung das unbestimmte "Waidhofen" belassen.
Literatur: Herbert Knittler, Art. Waidhofen an der Thaya. Politischer Bezirk Waidhofen an der Thaya, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von Friederike Goldmann (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 199–216; Friederike Goldmann, Art. Waidhofen an der Ybbs mit Markt Zell an der Ybbs. Stadt mit eigenem Statut, in: Die Städte Niederösterreichs 3, red. von ders. (Österreichisches Städtebuch 4/3, Wien 1982) 217–238.

Weitra
Varianten: Weitrach, Weytrag, Weyttra.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.

Werdenberg
Varianten: Wertenberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Mähren/Tschechien (Vítovka).
Bemerkungen: Der Ort Werdenberg in der Schweiz ist unwahrscheinlich, da aus Werdenberg Kreide bezogen wurde.

Wien
Varianten: Wienn.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Wien.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Wien und Bibliographie.

Wiener Neustadt
Varianten: Wiennerische Newstatt.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Literatur: Projekthomepage, Beitrag Wiener Neustadt und Bibliographie.

Wieselburg
Varianten: Wißlburg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Die vollständige amtliche Bezeichnung lautet Wieselburg an der Erlauf.

Wilhelmsburg
Varianten: Wilhelmbspurg, Wilhelmspurg, Wilingsberg.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.
Bemerkungen: Wilhelmsburger treten fast ausschließlich im Zusammenhang mit Kastaniengroßhandel in Erscheinung. Die Zuordnung von "Wilingsberg" zu "Wilhelmsburg" ergibt sich durch den Kastanienhandel (Schlegl Gottfried/1726), muss aber als unsicher gelten.

Ybbs
Varianten: Ybbß, Ybs.
Regionale Zuordnung historisch/aktuell: Österreich unter der Enns/Niederösterreich.